Mo.. Apr. 13th, 2026


„Das eine Auge des Fotografen schaut weit geöffnet durch den Sucher, das andere, das geschlossene, blickt in die eigene Seele.“ — Henri Cartier-Bresson


Der Blaustern (Scilla) ist ein pflegeleichter, winterharter Frühblüher, der von Februar bis April intensiv blaue Blütenteppiche bildet. Er eignet sich ideal zum Verwildern in Beeten, unter Gehölzen oder im Rasen. Die 10–20 cm hohen Zwiebelpflanzen bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte und sind wichtige Bienenweiden.


Sie zählt für uns zu den schönsten Blüten im Frühjahr: die Kirschblüte. Wenn in Berlin an verschiedenen Stellen die zarten Blüten das Straßenbild prägen, geht uns als Fotografen das Herz auf. Es ist einfach wunderschön. Hinzu kommt der Duft, der in der Luft liegt. Und wenn dann auch noch die Sonne im richtigen Winkel steht, ist das Bild perfekt.

Die Kirschbäume auf dem ehemaligen Mauerstreifen zwischen Teltow und Steglitz-Zehlendorf sind ein Geschenk aus Japan. 1990, im Jahr der Wiedervereinigung, startete ein japanischer Fernsehsender eine Spendenaktion: 140 Millionen Yen kamen zusammen – genug für über 9.000 Kirschbäume in Berlin und Brandenburg, 1.100 davon direkt auf dem früheren Grenzstreifen. Man sieht sie in Teltow, an der Wollankstraße und in der Norweger Straße in Prenzlauer Berg. Diese Bäume sind ein Symbol der Freude und des Friedens: Sakura, die Kirschblüte, sollte den Deutschen Ruhe ins Herz tragen.

Von dieser Ruhe und Gelassenheit ist hierzulande gerade nicht viel zu spüren. Wir schlagen uns verbal die Köpfe ein, sind nicht mehr in der Lage, ruhig, überlegt und gelassen zu diskutieren, und ein kleiner, aber lautstarker Teil würde am liebsten diese Bäume wieder abreißen und eine neue Mauer bauen. Wir sind froh, dass es solche Plätze in Berlin gibt, an die man – auch wenn es nur wenige Tage im Jahr sind – gehen, genießen und kurz Luft holen kann. Denn wer sich auf dieses Naturwunder einlässt, kann sie bei einem Spaziergang unter den Blüten spüren: Gelassenheit und Ruhe. Vielleicht sollten wir alle einmal zu einem solchen Walk aufbrechen.




Krokusse am Spreeufer im Plänterwald in Berlin-Treptow.



Der Frühling grüßt mit jedem Tag ein wenig mehr. Überall grünt und blüht es . Die Welt wird wieder bunt und das ist gut so.



Wenn die Oma mit dem Enkelkind in den Wunderlauch geht, dann schnuppern im Anschluss die Finger. Es ist bei uns mittlerweile eine feste Tradition, sobald der Wunderlauch, in Berlin gerne auch als Berliner Lauch betitelt, wächst, in den Treptower Park zu fahren, um fürs Abendessen ein paar dieser köstlichen Pflanzen zu ernten. Und Enkelkind Minna ist seit drei Jahren leidenschaftliche Sammlerin des Krautes. Auch wenn wir hier gerne von Bärlauch sprechen, ist es kein richtiger Bärlauch. Der spezielle Ableger nennt sich Berliner Lauch und hat dieselben Eigenschaften wie das wilde Original. Er schmeckt gut, passt zu vielen Gerichten und es macht Spaß, ihn zu sammeln.

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