Ausprobiert – Campingbackofen Rocktrail

Seit 2006 produziert eine schwedische Firma das wichtigste Outdoor-Kochutensil der Camperszene: den Omnia Backofen. Ein Sakrileg, könnte man meinen, was da vor einigen Tagen online und dann auch im Ladengeschäft eines großen deutschen Discounters passierte. Da grätschte nämlich plötzlich eine relativ unbekannte Firma mit einem neuen Backofen-Klon dazwischen. Rocktrail heißt das Pendant, sieht genauso aus wie das Original und kommt mit einem unschlagbaren Preis über die Ladentheke: 14,99 Euro kostet das Objekt der Begierde. Das ist eine Ansage und macht neugierig aufs Ausprobieren.

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Ausprobiert – Campingbackofen Rocktrail

Der Omnia Backofen hat sich längst als wichtiger Bestandteil der Camperszene etabliert. Wir haben unseren Omnia seit etwa 16 Jahren im Dauergebrauch. Dementsprechend sieht er auch aus. Beulen hier, Kratzer da. Der Deckel passt nicht mehr ganz drauf. Egal. Der Backofen kocht, was das Zeug hält. Und es schmeckt auch. Omnia war Marktführer. Die Konkurrenz unscheinbar. Da sorgte jetzt Discounter Lidl mit dem Rocktrail für Aufsehen. Der Klon sieht dem Original täuschend ähnlich und weckte somit das Interesse vieler Camping-Enthusiasten. Dementsprechend schnell waren die Regale im Supermarkt leer gekauft. Wir haben einen erwischt und gleich ausprobiert.

Ausprobiert - Campingbackofen Rocktrail
  • Material: Unterteil Edelstahl, Mittelteil Stahl, Deckel keine Angaben
  • Länge von Henkel zu Henkel 31,8 cm, Breite 25 cm, Höhe bis zum Deckel 15,6 cm, Rauminhalt 2,0 Liter
Omnia Backofen
  • Material: Aluminium
  • Daten: Durchmesser 25 cm, Rauminhalt 2,0 Liter, Höhe 7 cm, Gesamthöhe inklusive Knopf 14 cm
  • Henkel: Keine

Der Rocktrail kommt im schicken Design daher. Das Unterteil ist aus Edelstahl, die Hauptbackform aus Stahl. Uns gefällt auch sehr die dunkle Farbe, sowohl der Backform als auch der Silikonform. Genau wie im Original kommt sie als Schutz in die Backform. Damit lassen sich die Speisen leichter herausnehmen und der Ofen besser reinigen. Man spart Zeit und Wasser beim Abspülen. 

Ausprobiert – Campingbackofen Rocktrail

Im Gegensatz zum Omnia hat der Rocktrail links und rechts zwei Griffe. Die sind sehr praktisch, um das Backgerät auf den Herd zu stellen. Ist der Backofen erst einmal auf Betriebstemperatur gekommen, kann man die Griffe vergessen. Die sind dann nämlich ordentlich aufgewärmt. Problemlöser: Zwei Griffhalter, ebenfalls aus Silikon (etwa 6 Euro pro Paar). Wer ohne die Silikonform kochen möchte, bekommt eventuell durch die Griffe Probleme. Deren Schrauben sind im Innenbereich vernietet und könnten somit in das Essen reinragen. Mit Silikonform ist das aber kein Thema.

Ausprobiert - Campingbackofen Rocktrail
Schönes dunkles Design. Das gefällt uns.
Ausprobiert - Campingbackofen Rocktrail
Es passt eine Menge Essen in den Backofen
Ausprobiert - Campingbackofen Rocktrail

Ausprobiert – Campingbackofen Rocktrail

Wir kochen in unserem Van mit normalen Campingkartuschen. Der Omnia ist ja bekanntlich aus Aluminium. Das wird schneller heiß und verbraucht weniger Gas. Der Rocktrail ist aus Stahl und braucht somit länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Er benötigt somit erst einmal mehr Gas aus der Kartusche. Was man aber auch beachten sollte: Stahl speichert die Hitze länger als Aluminium und damit dürften sich die Gaskosten wieder etwas einpegeln.

Uns ist beim Probekochen allerdings aufgefallen, dass sich viel Kondenzwasser im Deckel angesammelt hatte. Der Minihackbraten schwamm förmlich im eigenen Saft. Das hätte aber nicht sein dürfen. Aber auch dafür gibt es eine Erklärung. Drei Löcher im Deckel sind einfach zu wenig. Der Omnia hat rundherum Löcher, die für Durchzug sorgen. Beim Rocktrail sind es gerade mal drei winzig kleine Öffnungen dicht nebeneinander. Die Lösung: Den Deckel in den Schraubstock packen und mit dem Bohrer rundherum ein paar zusätzliche Löcher bohren. Ist unkonventionell und bei einem Ladepreis von 14.99 Euro auch zu verschmerzen.

Kleines Ausprobier-Fazit

Der Backofen ist ein cooles Campinggerät. Für diesen Preis kann man nichts verkehrt machen. Vor allem für Leute mit kleinem Geldbeutel ist er eine gute Alternative zum teuren Platzhirsch aus Schweden. Einziger Wermutstropfen: Das Ding ist bereits ausverkauft. Einige geschäftstüchtige Campingfreunde bieten den Backofen aus Ebay bereits für den dreifachen Preis an. Nicht schön, aber nicht zu ändern. Ob der Discounter nochmal mit einer Lieferung nachlegt, bliebt abzuwarten. Wir können uns das aber gut vorstellen. Schließlich ist der Klon bei den Campern so gut angekommen, dass sich eine Serienproduktion definitiv lohnen würde. 

Ausprobiert - Campingbackofen Rocktrail

Was haben wir da eigentlich gekocht?

Wir haben im Rocktrail Minihackbraten im Schinkenmantel gebacken. Dazu gab es Steinofenbaguette vom Supermarkt sowie Gurkensalat mit Schafskäse. 

Mehr Rezepte aus dem Omnia findet ihr hier (sind alle kompatibel mit dem Rocktrail)

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