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Mohnblumen – auf der Jagd nach dem roten Juwel4 min read

Er ist wieder da. Der Klatschmohn. Unsere absolute Lieblingsblume. Ein untrügliches Zeichen für den nahenden Sommer, für lange Tage und kurze Nächte. Vorsichtig schauen in Brandenburg die ersten Blüten aus den Wiesen heraus. Wir lieben den Klatschmohn. Wegen der Farbe natürlich. Auch, weil er plötzlich da ist und in rauen Mengen als rote Tupfer die Landschaft zum Leuchten bringt. Natürlich mögen wir es, zeitvergessen durch die Natur zu robben, um möglichst wunderschöne Perspektiven auf den Chip der Kameras zu bannen. Und wir geben es ehrlicherweise auch zu, Mohnblumen zu fotografieren hat etwas von Heile-Welt-Fotografie. Das Alltägliche rückt bei der Motivsuche im Kornfeld schnell in Vergessenheit. Die Jagd nach dem roten Juwel gehört für uns zum Sommer dazu, wie das Eis in der Eisdiele und der Sprung in den Badesee.

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Wo finden wir unsere Mohnblumen?

Mohnblumen, also wilder Mohn, wächst in Berlin und Brandenburg fast an jeder Ecke. Er ist an der S-Bahntrasse zu finden, genauso wie am Straßenrand, auf Wiesen und natürlich auf dem Feldern entlang des Speckgürtels um die Hauptstadt. Ganze Erdhügel auf Baustellen verschwinden gelegentlich unter einem Teppich aus roten Blüten. Los gehts mit der Farbenpracht Ende Mai und dann bis in den August hinein. 202 haben wir sogar noch im November vereinzelt Mohn am Straßenrand gesichtet.

Wir fotografieren mit einer Spiegelreflexkamera (Nikon D 850) und einer spiegellosen Kamera von Canon (Canon RP). Die Standartobjektive sind das Sigma 150-500 mm Objektiv und das 24-105 mm Objektiv von Canon. Letzteres kann auch im Makromodus betrieben werden. Zusätzlich haben wir noch einige Makro-Vorsatzlinsen im Gepäck, die man einfach vor das Objektiv schraubt.

Wann ist die beste Zeit für Mohn-Fotos?

Schaut beim Fotografieren nicht auf die Uhrzeit. Man sollte dann auf den Auslöser drücken, wenn man Lust dazu hat. Natürlich ist das Licht morgens und abends ein ganz anderes als mitten am Tag. Es ist wärmer, weicher und längst nicht so hart wie zur Mittagszeit. Ganz besonders beliebt auf Instagram sind Mohnblumen-Fotos am Abend. Wenn die Sonne mit rotem Licht am Horizont untergeht. Wir können diese Fotos nicht mehr sehen. Sie sehen irgendwie fast alle gleich aus. Im schlimmsten Fall sind sie dann noch extrem gefiltert und damit kaputt bearbeitet. Wir haben für uns die normale Tageszeit als Fotozeit entdeckt. Mit einigen Hilfsmitteln lässt sich auch das harte Licht umgehen und es kommen wundervolle Aufnahmen dabei heraus. Als Hilfsmittel empfehlen wir ein paar leistungsfähige Taschenlampen. Die sind nämlich durchaus in der Lage, die Struktur vor allem bei roten Mohnblumen im harten Tageslicht deutlich wiederzugeben. Alternativ tut es natürlich auch ein kleiner Reflektor.

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Blumen fotografieren – von oben oder unten?

Beim Fotografieren von Mohnblumen gilt die gleiche Regel wie bei der Tierfotografie: Fotos auf Augenhöhe mit dem Objekt fotografiert, sehen am schönsten aus. Also runter auf die Knie. Robben durch frisches Sommergras ist nicht jedermanns Sache, also könnte ein Stativ wertvolle Arbeit leisten. Auch einer Verwacklung der Bilder, die aus der Hand geschossen werden, wird damit vorgebeugt. Ein Fernauslöser gehört ebenso in die Fototasche.

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Mohnblumen in der Buckower Schweiz
Mohnblumen in der Buckower Schweiz

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Mohnblumen in der Buckower Schweiz
Canon RP – F4, 1000, 200 ISO
Canon RP – F4, 1000, 200 ISO

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