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Der Autofriedhof im Moor

Tief in den südschwedischen Wäldern der Region Blekinge, unweit der kleinen Ortschaft Ryd, befindet sich ein seltsamer Friedhof. Es stehen keine Grabsteine herum. Rostige Autoteile, Überbleibsel einer längst vergangenen Epoche, leuchten zwischen den Bäumen im Tageslicht. Sie ragen halb versunken aus dem morastigen Boden in den schwedischen Himmel als wollten sie ein allerletztes mal um die Aufmerksamkeit der Besucher buhlen. Die alten Autos liegen hier nicht einfach so herum. Sie sind längst zum Kulturerbe eines Landes erklärt worden, welches auf der einen Seite den Naturschutz klar in den Vordergrund stellt, auf der anderen Seite beinahe krampfhaft an den goldenen Automobilzeiten des vergangenen Jahrhunderts festhält. In Kyrkö Moose zeigt die Natur aber auch knallhart, was sie mit dem menschengemachten rollen Material macht: Sie verschlingt es.

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KYRKÖ MOSSE – Der Autofriedhof im Smaland

Ganz weit unten in Smaland, verborgen in den tiefen Wäldern des schwedischen Bezirkes Kronoberg, liegt der kleine Autofriedhof Kyrko Mosse. Mitten im Moor rosten seit vielen Jahrzehnten zahlreiche Autowracks vor sich hin. Der Schwede Åke Danielsson (1914–2000), der hier anfänglich nur Torf gewann, widmete sich der Verwertung von Autos. Die ausgeschlachteten Wracks ließ er im Wald stehen und schuf damit die Grundlage für einen wahren Hotspot für Autoliebhaber aus der ganzen Welt. Das Paradies ist aber bedroht. Viele Fans haben sich im Laufe der Jahre an den Wracks bedient. Und: die Natur holt sich ihr Land zurück. 

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